Kollisionsopfersuchen


Ein Ziel der Forschungsvorhaben Renebat I und II war die (Weiter-)Entwicklung von Methoden zur Erfassung und Quantifizierung der Anzahl der Fledermausschlagopfer an Windenergieanlagen. Um die Anzahl der verunglückten Tiere festzustellen, wurden unter anderem Kollisionsopfersuchen durchgeführt. Es gibt verschiedene Faktoren, die verhindern, dass bei Nachsuchen unter Windenergieanlage alle Kollisionsopfer gefunden werden. Für diese Faktoren muss bei der Berechnung der Zahl verunglückter Fledermäuse korrigiert werden. Hierzu wurde in Renebat I und II eine Formel entwickelt, die in besonderer Weise auf die Verhältnisse in Deutschland zugeschnitten ist und die für die jeweilige Windenergieanlage die Wahrscheinlichkeit berechnet, dass eine tote Fledermaus gefunden wird.

Hinweise zur Durchführung von Kollisionsopfersuchen, entsprechende Erfassungsbögen, die entwickelte Formel sowie ein internetbasiertes Tool, dass Sie Schritt für Schritt durch Berechnung der Anzahl der verunglückten Fledermäuse aus der Zahl der gefundenen Tieren führt, finden Sie hier: Kollisionsopfersuche

Darüber hinaus wurde von uns das Statistik-Paket Carcass veröffentlicht, das auf der kostenlos verfügbaren Statistik-Software R basiert.

Literatur:
Korner-Nievergelt, F., O. Behr, R. Brinkmann, M. A. Etterson, M. M. P. Huso, D. Dalthorp, P. Korner-Nievergelt, T. Roth and I. Niermann (2015). Mortality estimation from carcass searches using the R-package carcass – a tutorial. Wildl Biol 21: 30-43.