Akustisches Gondelmonitoring


Akustische Erfassung der Fledermausaktivität an Windenergieanlagen

Im Forschungsvorhaben Renebat I wurde ein methodischer Ansatz entwickelt, mit dem das Schlagrisiko für Fledermäuse an Windenergieanlagen quantifiziert und über anlagenspezifische Betriebsalgorithmen reduziert werden kann. Dieser Ansatz wurde in Renebat II experimentell getestet. Die Datengrundlage für die Betriebsalgorithmen bilden eine akustische Erfassung der Fledermausaktivität im Rotorbereich der betreffenden Windenergieanlage (akustische Aktivitätserfassung) und die an der Anlage gemessenen Windgeschwindigkeitswerte.

Die Höhe der nachgewiesenen Fledermausaktivität (z.B. als Aufnahmen pro Stunde) hängt dabei stark von den eingesetzten Detektoren und gewählten Einstellungen ab, weshalb die richtige und einheitliche Konfiguration und Kalibrierung der Detektoren zentral  ist, da bei falsch gewählten Einstellungen bzw. bei unzureichender Kalibrierung die erfassten Daten nicht vergleichbar sind. Die Kalibrierung der Geräte gleicht die unterschiedliche Mikrofonempfindlichkeit aus, die auch bei sonst baugleichen Geräten extrem schwanken kann, und sorgt für einen einheitlichen Erfassungsbereich der Detektoren.

Im Forschungsvorhaben kamen drei Detektortypen zum Einsatz: Batcorder 1.0 der Firma ecoObs, Anabat SD1 von Titley Scientific und das USG 116Hnbm der Firma Avisoft Bioacoustics (akustisch identisch mit dem BATmode System). Auf den Seiten der einzelnen Detektorsysteme geben wir Hinweise zu deren Verwendung. Details hierzu finden sich im Leitfaden und in der Beschreibung der akustischen Erfassungstechnik, die Bestandteil des Berichtes zu RENEBAT II sind (Kapitel „Methoden akustischer Erfassung der Fledermausaktivität an Windenergieanlagen“ und „Leitfaden zur Durchführung einer akustischen Aktivitätserfassung an Windenergieanlagen und zur Berechnung fledermausfreundlicher Betriebsalgorithmen“).